Irgendwie schafft es Wien immer, am letzten Tag vor jeder Abreise einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, sodass man am liebsten den Flug verschieben und einen Tag länger die schöne Athmosphäre genießen würde.
Während ich hier Berliner Luft schnuppere, kann ich kaum aufhören daran zu denken, wie wunderschön das Sommernachtskonzert im Schloss Schönbrunn am Donnerstag war: die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Gustavo Dudamel spielten Tschaikowsky und Debussy, und die Gloriette wurde in atemberaubendes Licht getaucht.
Zwar durfte ich sowohl die Wiener Philharmoniker als auch das London Symphony Orchestra in Wien live erleben, aber open air und bei DEN Menschenmassen ist es ein einzigartiges Erlebnis, das man sich lieber nicht entgehen lassen sollte. Ich finde es unglaublich toll, dass Veranstaltungen wie diese allen zugänglich gemacht werden und selbst die kleinsten Kinder mit Begeisterung zur klassischen Musik tänzelten. A propos tanzen: direkt vor uns hat sich ein Opi seine Frau geschnappt und sie drehten ein paar Pirouetten inmitten der campenden, stehenden und übereinandergestapelten Menschen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Hach!
Mani und ich haben zwar das Glück, direkt neben dem Schloss zu wohnen, aber da haben wir uns wohl zu sicher gefühlt, als wir erst 20 Minuten vor Konzertanfang die Haustür hinter uns schlossen, schließlich sind wir über die erste Absperrung nicht hinaus gekommen und durften ganz elegant im Schotter auf alten Zeitungen campen und unsere Fancy Sachen einsauen. Zum Glück kam Verstärkung in Gestalt von meiner Lieblingsbraut Vanessa, mir der wir den Abend standesgemäß bei einem McFlurry ausklingen ließen. Wie es sich für fancy Menschen eben gehört.















