Jede Weltstadt verdient ihren Namen dadurch, dass sie sich durch besondere Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten und Orte auszeichnet, die für Einheimische mit der Zeit vielleicht schon kaum wahrnehmbar, für Besucher dafür umso bedeutender werden. In Berlin laufe ich täglich am Fernsehturm vorbei und muss jedes Mal beim Anblick der vielen Touristen, die staunend davor stehen, schmunzeln.
Ich kann mir also nur vage vorstellen, wie die Omas auf der Parkbank grinsten, als sie mich vor der Eremitage in Sankt Petersburg stehen sahen, mit weit aufgerissenen Augen und unfähig, den passenden Kamerawinkel zu finden, um die ganze Pracht auf einmal einzufangen.
Zugegeben, ein großer Barock-Fan war ich noch nie, viel zu kitschig und überladen erscheinen mir immer die prunkvollen Dekorationen, doch wer in Petersburg war, ohne die Eremitage zu besuchen, hat in meinen Augen wirklich etwas nachzuholen. Einen ganz persönlichen Grund hatte ich aber auch, um den Winterpalast zu besichtigen: endlich konnte ich meiner großen Liebe – Rembrandt – direkt gegenüberstehen. Seine Gemälde scheinen immer von innen zu leuchten, jede Falte im Stoff scheint sich beim nächsten Windhauch zu bewegen und ich könnte einfach stundenlang davor stehen und mir die Werke ansehen…. wenn sich nicht Hunderte von Touristen davon drängen würden, schließlich gehört es sich, in jeder Stadt deren Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.














Ohh Leni ,was für bezaubernde Bilder! Wirklich wunderschön.